Windfang GmbH
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59929 Brilon
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Historie


Chance für die Region


Mit der Ausweisung von Windvorranggebieten auf der Briloner Hochfläche legte die Stadt Brilon schon im Jahr 1994 den Grundstein für eine sinnvolle Nutzung der Windenergie in dieser Region.

Von Anfang an verfolgen interessierte Bürger und insbesondere die betroffenen Landwirte aus den Ortschaften Madfeld und Bleiwäsche die Errichtung eines Windparks. Sie erkennen die Chancen, die sich aus einem solchen Projekt für die Region ergeben. Im Mittelpunkt steht daher auch eine möglichst breite Beteiligung der Bürger aus den betroffenen Dörfern und der Stadt Brilon.

Es folgen mehrere öffentliche Bürgerversammlungen, und schließlich bildet sich eine Gruppe, die die Realisierung des Projektes in die Hand nimmt. Unter dem Motto "Chance für die Region und den Frieden im Dorf erhalten" werden alle betroffenen Landwirte in die Planung einbezogen. Die im Februar 1997 gegründete Planungsgesellschaft Windfang Energieerzeugungs GmbH schließt mit einem Großteil der Landwirte Nutzungsverträge ab und schafft so einvernehmlich die Planungsgrundlage des Windparks Madfeld-Bleiwäsche.

Das Ziel ein Bürgerwindpark, der durch Beteiligungsmöglichkeiten, und Pachteinnahmen und regionale Auftragsvergabe Strukturimpulse und Lebensperspektiven für diese ländliche Region ermöglicht. Durch die lokale,dezentrale Windenergienutzung verbleibt die Wertschöpfung aus der Stromproduktion zum größten Teil in der Region. Nach dänischen Untersuchungen schafft die Produktion und Installation von 10 Megawatt Windenergie etwa 250 Arbeitsplätze. Mit Auftragsvergaben an örtliche Unternehmen sowie die Ansiedlung von Wartungs- und Serviceunternehmen werden lokale Arbeitsplätze erhaltenbzw. neue geschaffen.

Auswahlkriterien der Windenergieanlagen:
Bei der Auswahl der Windenergieanlagen stand neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ein überzeugendes technisches Gesamtkonzept im Vordergrund. Es wurde Wert auf eine hohe technische Verfügbarkeit und einen niedrigen Schalleistungspegel gelegt. Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen war eine hohe Lebensdauer der verwendeten Komponenten sowie die Wartungsfreundlichkeit der Anlage von Bedeutung. Aus diesen Gründen fiel die Entscheidung auf 6 Tacke TW 1.5s - 1500 kW und 2 Südwind S.46 - 600 kW. Diese Parkvariante ermöglicht die ökologisch und wirtschaftlich vernünftigste Nutzung des vorhandenen Windpotentials.

Die TW 1.5s ist eine drehzahlvariable, pitchgeregelte Windenergieanlage mit doppeltgespeistem Asynchron-Generator. Der Dreiblattrotor besitzt eine elektronische Einzelblattverstellung (Pitch-Regelung) und ermöglicht so eine Leistungsregelung durch Veränderung des Blattwinkels. Zusammen mit dem drehzahlvariablen Generatorkonzept kann deshalb jede Windgeschwindigkeit optimal genutzt werden. Der doppelt gespeiste Asynchron-Generator besitzt durch den pulsweitenmodulierten Frequenzumrichter im Läuferkreis einen sehr hohen Wirkungsgrad, da nur 25 % der vom Rotor abgegebenen Leistung über die Elektronik geführt werden. Das drehzahlvariable Konzept führt zu einer sehr guten Netzverträglichkeit und reduziert gleichzeitig die Spitzenlasten im Triebstrang. Die durchschnittlich niedrige Rotordrehzahl führt neben dem ausgewogenen Erscheinungsbild auch zu einem niedrigem Schalleistungspegel.

Mit der Windenergieanlage S.46 - 600 kW hat Südwind eine pitchgeregelte Anlage entwickelt, die sich neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch durch nachweislich geräuscharmen Betrieb auszeichnet. Auch hier liegt ein drehzahlvariables Anlagenkonzept mit pulsweitenmodulierten Frequenzumrichter vor, was zu hohen spezifischen Energieerträgen führt.

Aus schalltechnischen und wirtschaftlichen Gründen wurden deshalb zwei Standorte im Windpark Madfeld-Bleiwäsche mit diesem Anlagentyp auf einem 75 m Turm besetzt. So entstand eine Windparkkonstellation, die sich durch einen optimierten, spezifischen Energieertrag auszeichnet und gleichzeitig die Interessen der betroffenen Anwohner ausreichend berücksichtigt.

 

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